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Ein eritreischer Abend mit vielen neuen Eindrücken

Anfang November war es soweit: Unsere Kochgruppe Chef-Sache traf sich in der Presence Kulturlounge zum gemeinsamen Kochen von eritreischen und anderen Köstlichkeiten. 

Bereits der Einkauf der Lebensmittel war sehr interessant. Wer hätte gedacht, dass man die benötigten Gewürze auf Nachfrage im afrikanischen Beautysalon bekommt? 80 Injera (Sauerteigfladen aus Teff, Grundnahrungsmittel in Ähtiopien und Eritrea) wurden für unseren Abend bei einer jungen Frau aus Eritrea in Auftrag gegeben. Bereits um 16:00 Uhr trafen wir uns in der Presence Kulturlounge in Bornheim zur gemeinsamen Vorbereitung des Essens für 16 Personen. Zum Injera gab es scharfes Rinder- sowie Hühnerragout.

Dafür mussten stolze 5 Kilogramm Zwiebeln verarbeitet und über eine sehr lange Zeit gedünstet werden, bevor weitere Zutaten wie Ingwer, Tomaten, Fleisch und Gewürze hinzukamen und alles ausgiebig geschmort wurde. Die Tränen, die beim Schneiden flossen, waren allerdings reine Zeichen der Vorfreude.

Unsere Köche Semere und Tomas erklärten uns den Brauch, dass der Koch manche Gäste mit den ersten Bissen der Mahlzeit füttert – eine schöne, wenn auch etwas ungewohnte Geste, die besondere Zuneigung ausdrückt. Es war sehr lecker – Semere und Tomas meisterten die Herausforderung, für viele Personen zu kochen, mit Bravour. Ihre Kochkünste haben sich bereits im Viertel herumgesprochen, denn der eritreische Kioskbesitzer, der uns in letzter Minute mit den fehlenden Eiern aushelfen konnte, war ganz begeistert von dem üppigen Abendessen, das wir ihm später vorbei gebracht haben. Die Eier hatte er ursprünglich für seine eigenen Frikadellen vorgesehen, verzichtete aber auf sie, damit wir authentisch eritreisch essen konnten.

Kaffee ist eine Delikatesse für Eritreer und das gemeinsame, über mehrere Runden ausgedehnte Kaffeetrinken wird dort zelebriert. Nach der Röstung und dem Mahlen der Bohnen werden diese zusammen mit Wasser in einer Kanne aus Keramik auf einem kleinen Gasherd erhitzt. Die Herausforderung ist, den Kaffee nicht überkochen zu lassen und das ist – wie wir erlebt haben – gar nicht so einfach.

Statt des in Eritrea dazu üblichen Popcorns aßen wir einen afghanischen Obstsalat, welcher mit Milch zubereitet wird sowie Mousse au chocolat. Es war ein toller Abend und der nächste folgt, ebenfalls in der Presence Kulturlounge, am 254.02.17 zum Thema „Afghanistan“.

Anmelden könnt Ihr Euch dazu unter info@presence-kulturlounge.de

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